Flur- und Wüstungsbegehungen

Flurbegehungen

Unsere gemeinsamen planmäßigen Begehungen auf den Feldern finden in den nicht-saisonalen Monaten, meistens alle zwei Wochen statt. Dabei steht die Sicherung schon bekannter Fundplätze sowie die Entdeckung neuer im Vordergrund. Hierzu werden Siedlungen aller Epochen der Historie der Insel Rügen vom Späten Mesolithikum (Mittelsteinzeit) bis in die Neuzeit aufgesucht. In den nächsten Jahren beschäftigen wir uns hauptsächlich mit der Wüstungsgeschichte der Insel.

Was ist eine Wüstung?

Wüstung ist die Bezeichnung für eine Siedlung oder Wirtschaftsfläche, die in der Vergangenheit aufgegeben wurde, an die aber noch Urkunden, Flurnamen, Reste im Boden, Ruinen oder örtliche mündliche Überlieferungen erinnern.

 

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Ortswüstungen, die sich auf Wohn- und Wirtschaftsgebäude beziehen, und Flurwüstungen, welche die aufgegebenen Äcker und Wiesen bezeichnen. Diese können teilweise oder vollständig wüstfallen (partielle oder totale Ortswüstungen).

 

Unterschieden werden:

  • Dorfwüstung
  • Flurwüstung
  • partielle Wüstung (teilweise Aufgabe)
  • permanente Wüstung
  • temporäre Wüstung (zeitweiliges Verlassen und Wiederbesiedlung)
  • totale Wüstungen